TSUNAMI - NOTFUNK in INDONESIEN
Geschrieben von Redaktion   
Montag, 1. Oktober 2018

Erdbeben und Tsunami in Indonesien - Notfunkverkehr

Es wird gebeten, die Frequenzen 7,065 MHz und 7,110 MHz für den Notfunkverkehr freizuhalten!

Wie Willi Kraml OE1WKL auf www.oevsv.at berichtet, hat den ÖVSV bezüglich der Naturkatastrophe in Sulawesi (Indonesien) folgende Nachricht der IARU Region 3 erreicht, die wir hier frei übersetzt wiedergeben:

"Sehr geehrte Mitglieder der IARU R3 Mailingliste,

Ich möchte meine Person, Dani Halim, YB2TJV, als IARU R3 Disaster Communication Coordinator vorstellen, damit ich Informationen und Updates über das Erdbeben in Palu und Donggala in der Provinz Zentral-Sulawesi zur Verfügung stellen kann.

Das Erdbeben der Stärke 7,7 MMI, das später von der Indonesischen Meteorologischen und Geysiragentur korrigiert wurde, ereignete sich am Freitag, den 28. September um 17:02 Uhr Ortszeit (11:02 Uhr UTC), was ebenfalls Tsunamiwellen verursachte und Donggala und Palu traf.

Strom, Mobilfunk und alle Kommunikationseinrichtungen am Standort sind abgeschnitten.
Von der Luwuk Disaster Management Agency, die sich 700 km vom Epizentrum des Erdbebens entfernt befindet, begannen wir mit YD8MII und YC8OBM zu kommunizieren, die darüber informierten, dass Erdrutsche auf der Fahrbahn aufgetreten sind und der gesamte Kommunikationszugang unterbrochen wurde.

Das Orari Center richtet sofort ein Notfall-Netz für Erdbeben in Palu bei 7,110 MHz ein und aktiviert den Satelliten Lapan-Orari IO-86 als Backup.

Viele Fotos und Videos, die auf Social Media kursieren, zeigen das Ausmaß des Erdbebens.
Seit gestern Abend haben wir gewartet, um mit YB8NT und YB8PR in Palu über eine Mobilstation kommunizieren zu können.

Zu diesem Zeitpunkt kommuniziert YB8NT für die Notstation bei 7,065 MHz aufgrund des Ausbreitungsfaktors bei 7,110 MHz, der voll von QRM ist.

Mit dieser E-Mail bitten wir alle Netzwerke in der IARU R3 um Rücksicht, damit Orari die Notfrequenz bei 7,110 MHz und 7,065 MHz nutzen kann, um so die Übersichtlichkeit zu erhalten.

Dieses Erdbeben könnte schlimmer sein als jenes in Lombok Ende August letzten Jahres.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Lässt uns eine gute Arbeit machen.

73, Dani"

(Hervorhebungen durch Redaktion)