DK5LA unterstützt chinesische Mondmission
Geschrieben von Redaktion   

              © Loren Roberts for The Planetary Society

Mit Amateurfunk bis zum Mond und zurück

Funkamateur hilft bei chinesischer Mondmission Chang’e-4

 

Am 3. Januar 2019 landete mit Chang’e-4 erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes. Die Mission ist anspruchsvoll, da eine direkte Funkverbindung mit der Mondrückseite nicht möglich ist: Deshalb greifen die Chinesen zum einen auf den am 21. Mai 2018 gestarteten Relais-Satelliten Queqiao, zum anderen aber auf die Hilfe eines Funkamateurs in Deutschland zurück.

Reinhard Kühn, DK5LA, sendet mit seiner leistungsfähigen EME-Anlage regelmäßig im Auftrag Chinas Datensätze an den Satelliten. Auf DK5LA aufmerksam geworden war die chinesische Raumfahrtagentur offenbar durch seinen Einsatz zur Rettung des südafrikanischen Satelliten ZA-ZEROSAT am 2. Juli 2017, der auf 145 MHz "aufgeweckt" und zur Ausfaltung seiner Sonnenpaneele gebracht werden konnte. Für die Chang'e-4-Mission steuerte DARC-Mitglied Reinhard Kühn mit seiner EME-Ausrüstung die Kamera, welche die Uni Kiel entwickelt hat.

 
   QSL-Karte von Reinhard Kühn DK5LA

Mittlerweile hat diese Erfolgsstory auch mediale Wellen geschlagen. Der Fernsehsender SAT.1 war bei DK5LA im schleswig-holsteinischen Sörup zu Gast, der von seiner Amateurfunkstation aus unter anderem die Kamera des chinesischen Satelliten auslöste, welche die ersten Fotos der Rückseite des Mondes aufnahm. Den Beitrag finden Sie unter:

www.sat1regional.de/amateurfunker-aus-soerup-hilft-chinesischer-sonde-bei-mondlandung/

Auch beim NDR kann man die Geschichte lesen:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Kieler-Technik-landet-auf-Rueckseite-des-Mondes,sonde102.html

 

Mitteilung des DARC e.V.