Flugfunk im 2m-Band
Geschrieben von Redaktion   
Samstag, 21. September 2019

Frankreich beharrt auf mobilem Flugfunk im 2m-Band

CEPT-Gruppe lehnt das ab

Quelle. Funktelegramm Oktober 2019

Wie bereits im Vorfeld berichtet, gab es aktuelle Bestrebungen aus Frankreich, das 2m-Amateurfunkband mittel- und langfristig auch für andere Funkdienste (kommerzieller Funk für Flugdrohnen) nutzbar zu machen. In einer aktualisierten Fassung eines entsprechenden Vorschlages vom August 2019 für die kommende WRC (Wikipedia) wollte Frankreich eine entsprechende primäre Zuweisung bzw. zunächst Vorstudien dafür anstreben. Am 28. August d.J. wurde auf der Besprechung der Conference Preparatory Group (CPG) der CEPT (Wikipedia ) in der Türkei dieser französische  Vorschlag zum Glück abgelehnt.

Folgende 10 Länder waren gegen den Vorschlag aus Frankreich:

Portugal, Österreich, Spanien, Finnland, Litauen, Norwegen, Tschechien, Russland, Schweden und Deutschland.

Um den Vorschlag als CEPT-Initiative abzulehnen waren 6 Stimmen nötig. Allerdings kann Frankreich denn Vorschlag wohl auch einzeln zur Debatte auf der WRC-23 einbringen, der dann aber deutlich weniger Gewicht und Chancen zu einer Annahme haben wird.

Auch bezüglich des 23cm-Bandes und dem Thema Galileo  (Wikipedia) gibt es aus Frankreich Druck auf den Amateurfunk. Nachdem man früher noch an eine Koexistenz geglaubt hatte, sagt Frankreich nun, dass Störungen durch den "ungeregelten Amateurfunk" im 23cm-Band eine ernsthafte Gefahr für die Galileo-User sei.

Die französische Fernmeldeverwaltung ist seit langem bekannt dafür, dass sie sich beim Thema Frequenzen sehr restriktiv gegenüber dem Amateurfunk verhält. Auch bei Digi-Modes, Koppelung mit dem Internet u. a. hat sie in der Vergangenheit immer wieder sehr lange blockiert.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 21. September 2019 )